Batterien-Kreislauf
Was mit gebrauchten Batterien
geschieht
Die Abholung vom Handel
und von den Gemeinden
Die in den UFB-Sammelboxen
beim Händler und den Problemstoffsammelstellen der Gemeinden gesammelten
Batterien werden nach Anforderung durch den Händler im Auftrag und
zu Lasten des UFB aus ganz Österreich abgeholt und zu dem mit der
Entsorgung beauftragten Unternehmen (Fa. Rumpold, Trofaiach, Steiermark)
gebracht.
Die Sortierung
Dort werden die Batterien
und Akkus von geschultem Fachpersonal nach Batterietypen sortiert, Fremdstoffe
und Verunreinigungen entfernt. Anschließend werden Alkali-Mangan/Zink-Kohle
Batterien zur neuen Recyclinganlage auf dem Gelände der Fernwärme
Wien, Werk Simmeringer Haide, transportiert. Knopfzellen werden zu einer
Recyclinganlage nach Deutschland und Akkus zu Verwertungsanlagen nach
Schweden, Frankreich und Deutschland gebracht.
Das Recycling
Alle Batterien werden
wiederverwertet und dabei wertvolle Rohstoffe wiedergewonnen. Die gewonnenen
Rohstoffe können in Produktionsprozessen verschiedener Wirtschaftszweige,
insbesonders auch wieder für die Batterienproduktion, eingesetzt
werden.
Österreichs 1. Batterienrecycling-Anlage
Österreichs erste
Batterienrecycling-Anlage wurde am 13. April 2000 in Wien auf dem Gelände
der Fernwärme Wien, Werk Simmeringer Haide, nach eineinhalbjährigem
Testbetrieb in Betrieb genommen. Neben einer ähnlichen Anlage in
der Schweiz ist dies europaweit die technisch modernst ausgestattete Recyclinganlage
für Zink-Kohle- und Alkali-Mangan-Batterien. Pro Jahr können
nunmehr 3.000 t Batterien dieser Typen in Österreich recycelt werden.
Wertstoffe rückstandsfrei
und dennoch kostengünstig abtrennen
Auch wenn Zink-Kohle-
und Alkali-Mangan-Batterien heutzutage großteils bereits quecksilber-
und cadmiumfrei hergestellt werden, besteht die größte Herausforderung
im Recycling darin, vorhandene Schadstoffe - insbesondere das gesamte
Quecksilber - von den Wertstoffen - vorwiegend Zink, Mangan, Eisen - abzutrennen.
Dieser Prozess läuft bei Temperaturen von etwa 600°C - 700°C
ab.
Dabei werden die vom Feststoffanteil abgetrennten Schadstoffe in die Rauchgase
verlagert und aus diesen gezielt herausgefiltert. Das machte die Installation
einer sehr aufwendigen und kostenintensiven Rauchgasreinigungsanlage notwendig.
Die Wiener Recyclinganlage verwertet ca. 400 kg gebrauchte Batterien pro
Stunde (Jahreskapazität 3.000 Tonnen).
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